ART BASEL PARCOURS

ART SPEAKS WHERE WORDS END

 

Die von Samuel Leuenberger kuratierte Parcours-Ausgabe 2018 wird das malerische historische Zentrum von Basel mit 23 ortsspezifischen künstlerischen Interventionen von international renommierten und aufstrebenden Künstlern wieder um den ikonischen Dom der Stadt verwandeln.

Die Barfüsserkirche und das Haus zum Kirschgarten sind Teil des diesjährigen Art Basel Parcours. Vier ausserordentliche Künstler präsentieren bei uns ihre Kunstwerke vom 11. bis 17. Juni 2018:

CAROLINE MESQUITA – Barfüsserkirche, Chor
MARINA PINSKY –  Haus zum Kirschgarten, Gewölbekeller
PALOMA VARGA WEISZ –  Haus zum Kirschgarten, Pavillon
SIMON DENNY –  Haus zum Kirschgarten, Dachgeschoss 

Tauchen Sie ein in die Welt der Kunstschaffenden und besuchen Sie die Barfüsserkirche und das Haus zum Kirschgarten an folgenden Daten:

Montag11. Juni 20181320 Uhr  
Dienstag–Freitag12.–15. Juni 20181020 Uhr*
Samstag16. Juni 20181024 Uhr
Sonntag17. Juni 20181019 Uhr

*Am 13. Juni 2018 schliesst das Haus zum Kirschgarten bereits um 18 Uhr!

Der Eintritt ist kostenlos.

Einen ersten Einblick finden Sie hier:

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CAROLINE MESQUITA

Caroline Mesquitas ortsspezifische Installation befindet sich im Historischen Museum Basel in der Barfüsserkirche.

In Verbindung mit ihrer neuen Videoarbeit The Machine Room werden anthropomorphe lebensgrosse Skulpturen mit den antiken Skulpturen der Kirche verschmolzen. In vielen ihrer skulpturalen Installationen und flachen Metallarbeiten erforscht Mesquita die Vitalität und Komplexität von Gruppenverhalten. 

Rohes Material liefert den Funken, der ihre Auseinandersetzung mit Vorstellungen von Religion, Transformation, Sinnlichkeit und Geselligkeit belebt. Mesquitas Werke sind verdunkelt, patiniert und durch Oxidation grob strukturiert. Mit dieser Technik bearbeitet Mesquita Metall so, als wäre es eine Art Malerei. Was einmal blank, reflektierend und glänzend war, wird geschnitten, geschliffen, geschweisst, geschmolzen und oxidiert, um die enthaltenen Elemente hervorzuholen. Texturen und Tonwerte werden matt, grün, braun und pink. Diese Materialtransformationen bieten der Künstlerin einen Rahmen für das Geschichtenerzählen und eine Allegorie für menschliche Erfahrung und Beziehungen.

Foto: Courtesy the artist and the gallery (carlier gebauer)

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SIMON DENNY

In einer neuen Ära der Zentralisierung des Internets, wird ein alternatives Netz basierend auf Bitcoin und Blockchain erfunden und gebaut. Unternehmer, Ingenieure und Vermarkter sprechen von einem neuen ‘dezentralisierten’ Netz, in dem zentralisierte Plattform-Giganten abgelöst werden. Ansprüche eines anders gebauten Systems, wo die Nutzer ihre eigenen Daten vermarkten, gelten als spannender Durchbruch im Technologiesektor. 

Unter Verwendung von Bildern und der Rhetorik von Crypto Twitterfeeds, Beiträgen aus digitalen (sozialen) Medien, Reddit Fankunst und verschiedener Firmenwebsites legen die neuen Arbeiten von Simon Denny diese Sachverhalte offen. Die beschriebenen Relikte werden dann digital auf gefundene Spielbrettausgaben von Milton Bradleys ‘Das Spiel des Lebens’ aufgedruckt und überlagert. 

‘Fantastic Workshop’ – ein zeitgenössischer Spiele- und Miniaturladen – kontrastiert mit der antiken Spielesammlung des Historischen Museums Basel. So wird aufgezeigt, wie das Spielen in verschiedenen Zeitaltern Politik, Technologie und Kultur rahmt und reflektiert.

Foto: Courtesy the artist and the galleries (Petzel, Buchholz)

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PALOMA VARGA WEISZ

Die Installation von Paloma Varga Weisz im intimen Raum des Kirschgarten-Pavillons konzentriert sich auf ein einfaches Holzgehäuse. Das Miniaturdesign des Gebäudes selbst ist eine geschlossene Einheit und beherbergt eine Reihe von handgefertigten und gefundenen Objekten.

Diese beziehen sich unterschiedlich auf Folklore, religiöse Ikonographie und die dissonanten Objekte des Surrealismus, wobei sie an die Tradition der Wunderkammer erinnern, die in der Renaissance zu einer dominierenden Sammlungsform wurde. Die Wunderkammer kann auch als Vorläufer moderner Museen gesehen werden, die die Evolution der Wissenschaft und des kategorischen Denkens kennzeichnet.

Varga Weisz arbeitet in den Bereichen Skulptur, Malerei und Zeichnung um Themen wie Erinnerung, Sterblichkeit und Tragikomik zu erforschen. Nach ihrer Ausbildung zur Holzschnitzerin in Bayern entwickelt die Künstlerin diese Technik weiter durch das Eintauchen in deren reiche ikonografische Geschichte.

Foto: Courtesy the artist and the galleries (Sadie Coles HQ, Pedro Cera, Konrad Fischer, Gladstone)

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MARINA PINSKY

Marina Pinskys Installation stellt zwei Serien skulpturaler Arbeiten aus, zusammen mit Artefakten aus der Sammlung des Haus zum Kirschgarten.

Eine Serie zeigt Schaumblöcke, die Schichttopografien ähneln und in Aluminium gegossene Waffen in ihrer Oberfläche enthalten. Diese sind nach Messern und anderen Objekten modelliert, die von der Transportation Security Administration (TSA) an Sicherheitskontrollen am Flughafen in den Vereinigten Staaten beschlagnahmt wurden.

Die andere Serie besteht aus Skulpturen von Fleischständen und wurde ursprünglich für ein gotisches Gebäude in den Niederlanden konzipiert, das zur Zeit der frühen Marktgesellschaften in Europa gleichzeitig als Rathaus und Fleischmarkt fungierte.

Im Untergeschoss kontrastieren ihre Arbeiten mit den aufwendigen Metallarbeiten und Porzellanen der Sammlung in Vitrinen.

Pinsky spricht das Publikum mit einem Dialog zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft an und zeigt auf, wie sich Wirtschaft, Handel und kulturelle Identitäten im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Foto: Courtesy the artist and the gallery (303 Gallery, Clearing)

Weitere Informationen über die Opens external link in new windowArt Basel Organisation und die Opens external link in new windowParcours Night.

Das Historische Museum Basel behält sich das Recht vor, Fotografien während der laufenden Veranstaltung aufzunehmen und diese zu publizieren.